FSF
Die Entwicklung der Stadt Plauen im Vogtland wurde in der jüngeren Vergangenheit von großen Umbrüchen und Zäsuren geprägt. Stetige Transformation sowie eine anhaltende Phase der Konsolidierung prägen das heterogene, oft fragmentarische Stadtbild. Mit dem Neubau auf einem brachliegenden Grundstück in der Innenstadt soll ein weiterer Impuls zur Stärkung urbaner Funktionen gesetzt werden.
Auf dem Eckgrundstück entstand ein produktiver Baustein in einem vielfältig genutzten, kleinteilig strukturierten Quartier. Das Ziel dabei war die achtsame und bedarfsgerechte Ergänzung der lebendigen Nachbarschaft um einen neuen StadtBaustein als Beispiel für energieeffizientes, klimagerechtes Bauen. Kubatur und Form entstanden als Auseinandersetzung mit den Eigenarten der Umgebung und der ehemals vorhandenen Bebauung des Grundstücks.
Aktuell dient der Neubau als Geschäftshaus und beherbergt ein Planungsbüro. Die Organisation des Gebäudes in Verbindung mit der Gestaltung flexibler Grundrisse bieten die Möglichkeit, die Nutzung in Zukunft zu diversifizieren oder zu verändern. Dadurch wird eine möglichst lange Lebensdauer des Gebäudes garantiert. Konstruktionsweise und Materialwahl sollten geringe negative Auswirkungen auf die Umwelt hervorrufen.
Die Tragstruktur der oberen Geschosse und das Dach wurden daher als Holzkonstruktion unter weitestmöglichen Verzicht auf Kunststoffe oder Materialen mit hohem Primärenergiebedarf errichtet. Auch für Treppen, Fenster, Türen und Dämmstoffe Holzbaustoffe eingesetzt. Energieeffizienz und Vermeidung schädlicher Umweltwirkungen spielen auch beim eingesetzten Haustechnikkonzept eine zentrale Rolle. Hier begünstigen die eingesetzten Holzwerkstoffe und -bauteile einen ressourcenschonenden Betrieb des Gebäudes. Durch die naturnahe Gestaltung des Außenraums entstehen auf dem Grundstück Lebensräume für einheimische Arten, die auf Ökosysteme im urbanen Umfeld angewiesen sind.



